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Meine Weggefährten

Als Lehrling

Christian Kaever – Ein Schulfreund und Wegweiser.
Mit Christian begann meine Laufbahn als Koch. Er startete nach dem Abitur seine Kochlehre, brachte mich durch seine Erzählungen „auf den Geschmack“ und vermittelte mir dann zudem meine erste Lehrstelle.
Anfang der 90er Jahre - als ich noch in der Schweiz war, erzählte er mir von dem „Abenteuer Berlin“ und weckte in mir die Lust auf diese Stadt.
Und nicht zuletzt lernte ich durch ihn die Musik von Jim Croce kennen. (www.kaever-traube.de)

Reinhold Johann – Ein Fenster zur Gourmet-Welt.
Mit Reinhold kam ich das erste Mal in Kontakt mit einem echten Gourmet-Koch. Er hat mich in die Welt der Spitzenköche eingeführt. Reinholds Geschichten aus der klassischen Hotel-Welt faszinierten mich als junger Koch.
Reinhold ist heute Hoteldirektor auf den Seychellen. (LINK zu Banyan Tree)

Peter Himbert – Ein perfekter Küchenmanager.
Peter zeigte mir als erster in meiner Lehrzeit im Le Marron wie eine Sterneküche bis zur Perfektion organisiert und strukturiert sein kann. (www.molidestorrent.de)


Als junger Koch

Friedel Drautzburg und Harald Grunert – Bonner Vollblut Gastronomen.
Im Friesdorfer Hof lernte ich ihre bodenständige Gerichte schätzen. Hier überzeugte man mich davon, dass gute Küche auch ohne großes „Tutu“ auskommt. Sie halten heute in Berlin die rheinische Fahne hoch. (www.staev.de)

Rino Casati – Ein Grandsignore seines Faches und nobler Gastgeber.
Bei ihm im „Rino Casati“ am Kölner Ebertplatz sah ich, wie man gleichzeitig Inhaber, Gastgeber und Küchenchef sein kann. Rino war kein einfacher, aber nichtsdestotrotz ein faszinierender Mensch.

Eduart Hitzberger oder auch „Edy“ – Ein denkender Koch.
Er war einer der ersten, der sich Gedanken um gesunde Ernährung in der Gourmet-Küche machte. Während meiner Zeit in der Schweiz im Haus Paradis beeindruckte er mich jedoch besonders mit seiner Menschlichkeit und hohen Wertschätzung, die er seinen Mitarbeitern entgegenbrachte. Edy machte mich zur richtigen Zeit mit Josef Viehhauser bekannt. Und so kam ich zum VAU…

Josef Viehhauser – Das deutsche Küchenwunder.
Josef ist nicht nur ein Spitzenkoch, sondern auch die „gastronomische Hebamme“ des VAU. Denn er wurde Mitte der 90er Jahre mit dem Projekt beauftragt, das geplante Sterne-Restaurant in Berlins neuer Mitte aufzubauen. Dazu gehörte auch, das Team zusammenzustellen. Bei seiner Suche nach einem Küchenchef trat er über Edy an mich heran. Und so nahm meine Zeit im VAU seinen Anfang.
Als wir Ende der 90er mit der drohenden Insolvenz der ehemaligen Betreiberfirma um das Bestehen des Restaurants kämpften, standen Josef, meine Frau und ich Seite an Seite.
Er ist heute ein wertvoller Freund und Patenonkel meines Sohns Luca.


Im VAU

Heiko Nieder – Ein Partner in der Küche.
Heiko war mein erster Sous-Chef im VAU und gemeinsam kreierten wir den VAU-Stil. Die besonders humorvolle Art des Miteinanders und die kreative Teamarbeit prägten unsere Zeit in der Küche. Und, wir hatten mächtig viel Spaß! (www.doldergrand.ch)

Hendrik Canis – Ein herausragender Gastgeber.
Hendrik war insgesamt 10 Jahre als Kellner und später als Maître und Sommelier im VAU. Besonders verbunden hat uns sicherlich unsere Liebe zur Schauspielerei.
Hendrik hat Freude am Präsentieren und wir haben zusammen viel gearbeitet… und gelacht. (www.spindel-berlin.de)

Stefan Hartmann – Ein geistvoller Mensch
Stefan kam direkt aus Amerika und war mit Mark Belusa Nachfolger von Heiko als Sous-Chef im VAU. Stefan betreibt heute erfolgreich sein eigenes Restaurant in Kreuzberg. (www.hartmanns-restaurant.de)

Florian Löffner - Koch und Patron aus vollem Herzen.
Florian war zuerst als Saucier und später als Sous Chef bei mir. Er ist ein Mensch, der wahrhaftig ist und der mir menschlich mit all seiner Freundlichkeit sehr ans Herz gewachsen ist. In stressenden und vielleicht auch schwierigen Zeiten hat Florian immer dafür gesorgt, dass es im Restaurant läuft. Seit neustem kocht er im "Meisterhaus Unna".

Andreas Schiechel – Ein Ankerplatz in Berlin.
Andreas lernte ich als Gast in Berlin in unserem ersten Berliner Restaurant, dem „Gut Sarnow“, kennen. Und da seine Weinhandlung von unserer damaligen Wohnung nur ein paar Schritte entfernt liegt, sahen wir uns gelegentlich auch privat zu Räucheraal, Rührei und Pilzesammeln und unsere Freundschaft begann. Seitdem pflegen wir die Tradition mit Freunden und den Familien einmal im Jahr ein Wochenende auf dem Land zu verbringen. Hier widmen wir uns gutem Essen und Wein und anregenden Diskussionen. Es ist für mich ein Ankerplatz in meinem Leben in Berlin. Mit Andreas verbindet mich zudem das „VAU-Rustique“ – eine jährliche Veranstaltung im Dezember im Vinum, Andreas Weinhandlung. (www.vinum Berlin)


Bei Musik und in der Schule:

Georg Fein – Ein wichtiger Schulfreund.
Mit Georg spielte ich in meiner ersten Band. Viele Jahre habe ich mit ihm als Freund verbracht. Wir waren uns sehr nahe und führten unsere ersten tiefschürfenden Gespräche und richtigen Diskussionen. Heute lebt Georg als Architekt in Berlin.

Harald Faust – Wie ein Bruder.
Harald war mein steter Wegbegleiter in der Schulzeit - von der Grundschule bis zum Gymnasium und sogar bei den Pfadfindern. Gemeinsam haben wir in meiner zweiten Band gespielt. Er war es, der mich zur Gitarre gebracht hat und anspornte, mein Spiel weiterzuentwickeln. Heute ist Harald Chefarzt in Montabaur.

Wolfram Denzer – Ein Original.
Wolfram war der Schlagzeuger in meiner zweiten Band und so verbindet uns die Liebe zur Musik, wobei wir auch mit anderen Dingen so manche Nacht zusammen durchgemacht haben.
An Wolfram beeindruckt mich besonderes, dass er noch heute genau der ist, der er vor 20 Jahren war – von innen wie von außen.

Holger Strüder – Mehr als ein Schulkamerad und Gitarrist.
Holger und ich waren nicht nur auf der gleichen Schule und spielten in derselben Band. Wir erlebten nach unserem Abitur die „Initialzündung“ auf einer 3-tägigen Tour durch die Sternerestaurants des Elsass. Denn gemeinsam entdeckten wir jeder für sich seine Leidenschaft: Holger für den Wein und ich für das Kochen. Und damit waren die Möglichkeiten für einen neuen Lebensweg geboren. Holger begann seine Winzerlehre, ich wenig später meine Kochlehre. Er ist heute Weinhändler in Frankfurt und ich bin ... nun ja ... eben Koch.
Bis heute verbinden uns diese erkenntnisreiche Reise entlang der Weinstraße, und eine tiefe Freundschaft (www.die-weinhandlung.de)

Auf der Bühne:

Hermann Burck – Mein Schauspiellehrer.
Hermann Burck war derjenige, der mein Potential für das Schauspiel entdeckte und mir Unterricht anbot. Und so begann meine „Karriere“ am Stadttheater in Koblenz. Ich war Regieassistent, Inspizient und spielte zum Beispiel in Zuckmayers „Des Teufels General“ 3 stumme Rollen und die „ Stimme hinter der Wand „ und … ich atmete Theaterluft. Eine grandiose Zeit!

Claus Biederstaedt – Ein Bühnen-Star.
Mit Claus Biederstaedt lernte ich meine erste Bühnen-Berühmtheit kennen. Ich war fasziniert von seiner starken Ausstrahlung und seinem Erfahrungsschatz, und... er hat mir meinen 1. Theatergroschen geschenkt.

Noch eines zum Schluss:
Die Liste meiner Weggefährten hat nur formal hier ein Ende. In meinen Kopf und in meinem Herzen haben noch viele, mir wertvolle Menschen ihren Platz, die - wie ich hoffe - wissen, dass ich sie nicht vergessen habe.

 

 

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aktualisiert am 30.06.2009